Lunaspis aus Bundenbach

Geologische Phänomene mit Ähnlichkeit zu realen Fossilien.

Moderator: Steinkautz

Ron Grube
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Ron Grube » Dienstag 7. April 2020, 08:13

Eigentlich wollte ich nur ein "Kunstwerk der Natur" präsentieren, an dem sich alle erfreuen sollten.
Ich habe die Sulfide jedenfalls nicht in diesem "Muster" aufgeklebt - ich schwöre!

Übrigens haben im Bundenbacher Schiefer auch die meisten See- und Schlangensterne nur ihren Liegeplatz in Form von auf Eiweißumwandlung basierenden Sulfiden hinterlassen -das meiste ist in Lösung sowie in die Gasphase übergegangen.
Das ist weiß Gott keine fixe Idee von mir, das ist Leerbuchwissen.
Aus diesem Grund sehe ich keinen Anlass, den von mir erkannten Lunaspis als "Liegespur von sulfidisch umgewandeltem Eiweiß" infrage zu stellen.

Es wär nett, wenn mir auch mal Fachleute beipflichten könnten.
Sonst habe ich in diesem Forum nichts mehr verloren.

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Temno
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Temno » Dienstag 7. April 2020, 08:26

Ron Grube hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2020, 08:13
Leerbuchwissen.
:lolmao:

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Temno
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Temno » Dienstag 7. April 2020, 08:33

Aber im Ernst, ich glaube, ich verstehe immer noch nicht ganz, wie Du diesen Fund interpretierst. Du bist also selbst nicht der Meinung, dass es sich um einen Fisch handelt, sondern um eine... vererzte Liegespur eines Lunaspis, der sich vorher in Eiweiß eingerieben hat?

Grüße
Xaver

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Triassammler
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Triassammler » Dienstag 7. April 2020, 09:34



Hallo,
Ron Grube hat geschrieben:das ist Leerbuchwissen.

Es wär nett, wenn mir auch mal Fachleute beipflichten könnten.
Sonst habe ich in diesem Forum nichts mehr verloren.
Werter Kollege, ich bin Fachmann: Studierter Geologe und Paläontologe, mit 36jähriger Erfahrung als Fossiliensammler. Und ich kann Ihnen mit all meiner Kompetenz aus vollem Herzen nicht beipflichten. Was nun?
Nebenbei haben Sie mit dem "Leerbuch" einen kapitalen Bock geschossen Bild Etwas mehr Zurückhaltung, weniger Vehemenz und mehr Aufgeschlossenheit gegenüber den wirklich empirisch Denkenden stünde Ihnen gut an. Ansonsten haben Sie in jedem Diskussionsforum - nicht nur in diesem - in der Tat nichts verloren.

Grüße,
Rainer





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Tapir
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Tapir » Dienstag 7. April 2020, 10:05

Triassammler hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2020, 09:34
Hallo,
Ron Grube hat geschrieben:das ist Leerbuchwissen.

Es wär nett, wenn mir auch mal Fachleute beipflichten könnten.
Sonst habe ich in diesem Forum nichts mehr verloren.
Werter Kollege, ich bin Fachmann: Studierter Geologe und Paläontologe, mit 36jähriger Erfahrung als Fossiliensammler. Und ich kann Ihnen mit all meiner Kompetenz aus vollem Herzen nicht beipflichten. Was nun?
Nebenbei haben Sie mit dem "Leerbuch" einen kapitalen Bock geschossen Bild Etwas mehr Zurückhaltung, weniger Vehemenz und mehr Aufgeschlossenheit gegenüber den wirklich empirisch Denkenden stünde Ihnen gut an. Ansonsten haben Sie in jedem Diskussionsforum - nicht nur in diesem - in der Tat nichts verloren.
Dem kann ich mich als Fachmann (promovierter Geologe und Paläontologe mit Lehrerfahrung, als freiberuflicher Kurator und mit etwa 33jähriger Sammeltätigkeit im Bereich Geologie und Paläontologie) vollumfänglich anschließen.

Grüße

Johannes
Glück auf!

Johannes Kalbe

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Freakshow » Dienstag 7. April 2020, 10:21

Triassammler hat geschrieben:
Sonntag 29. März 2020, 19:29
Hallo,

was ist das Grüne?

Kollegiale Grüße,
Rainer
Sicherlich keine Reste des Weidegrundes in Farberhaltung, vermutlich eher Primärbesiedler.

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Stephan » Dienstag 7. April 2020, 14:02

Wertes Forum,

da der Ersteller des Themas der Bitte der Mitglieder und Aufforderung der Moderation nach aussagekräftigen Bildern ignoriert,
sehe ich mich gezwungen, wie unten angekündigt, das Thema zu verschieben.
Eigentlich traurig, aber jetzt verstehe ich endlich warum tatsächlich Menschen glauben, das Bielefeld nicht existiert :bg:

Schöne Grüße und bleibt munter!

Stephan
Stephan hat geschrieben:
Samstag 4. April 2020, 20:58
Wir machen das anders,

sollten binnen zwei Tagen nicht aussagekräftige Bilder hier gezeigt werden,
so werde ich dieses Thema in die Rubrik Pseudofossilien verschieben, wo es aufgrund des oben gezeigten Bildes eigentlich hin gehört.
Mittlerweile hat Ron ja in einem seiner anderen Beiträge geantwortet, hier aber nicht.
Nun keine Antwort ist auch eine Form von Antwort, aber so wie dieser Beitrag sich bisher hier entwickelt und darstellt
gehört er nicht ins unser Bestimmungs-Forum.

Und wie gerne würde ich durch Bilder entkräftet werden auf denen wir was erkennen und mich dann auch gebührlich für den harschen Ton entschuldigen!

LG Stephan
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Frank » Dienstag 7. April 2020, 14:41

ja, das ist der beste Weg, konsequent entschieden.
Vielleicht kommen ja noch Belege, dann kann man wieder neu entscheiden.
Das mit Bielefeld ist ein guter Vergleich...
"Hoffentlich unterläuft dem Irrtum ein Fehler. Dann kommt alles von selbst in Ordnung"

(Stanislav Jercy Lec: Das große Buch der unfrisierten Gedanken)

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Porolepis » Dienstag 7. April 2020, 18:49

Absolut richtig -hätte ich schon viel früher gemacht.

Gruß
Hartmut
"Die Versteinerung ist das große Mittel der Natur, um die vergänglichen Lebewesen aller Erdzeitalter zu erhalten"
G. Buffon(1707-1788)

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Stephan » Dienstag 7. April 2020, 19:56

Hallo Hartmut,

ich finde es gut das Ron Grube sich hier selbst entlarvt hat,
aufgrund seiner hartnäckigen Ignoranz werden wir zukünftig auch schneller auf solche Phantastereien reagieren.
Wobei mich seine Beiträge davon überzeugen konnten, das er seine Ausführungen absolut ernst meint,
siehe auch mein Sprüchlein zur Bielefeld-Verschwörung oben.
ich hatte zuerst an einen verfrüht abgesendeten Aprilscherz gedacht :roll:

LG Stephan
Zuletzt geändert von Stephan am Dienstag 7. April 2020, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Rhipido » Dienstag 7. April 2020, 20:29

Möchte ich sonst eigentlich nicht raushängen lassen. Aber da ja zuletzt Experten zum Kommentar aufgefordert wurden. :wink: Als Chemiker mit Dr. rer nat.kann ich mich hier nochmal den anderen Experten anschließen. Das entbehrt jeder wissenschaftlicher Grundlage und hinterlässt etwas Übelkeit. Sorry.
Viele Grüße,
Andreas

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Spongebob » Dienstag 7. April 2020, 21:32

Liebe Leute,

Lass es bitte nicht so hart angehen. Diese Zeit ist im Moment schon mühsehlig genug :conf:
Außerdem ist (Arminia) Bielefeld schon längst abgestiegen (Rekordmeister im Auf- und Abstieg :wink: ).

Lieber Ron,
Ich habe dein Bild etwas heller gemacht und vermute (bin kein Fachmann, Studierter Geologe oder Paläontologe, aber habe 50 Jahre Erfahrung als Fossiliensammler) dass die weissen Flecken kleine Pioniere sind; kleine Moose oder Flechten (ich hoffe ich schreibe das gut hin auf deutsch) die sich nach langen herumliegen der Steine angesiedelt haben und wobei sich auch schon Chlorophyl (die grüne Teilen) entwickelt hat. Ich denke du kannst das alles ganz leicht runterwaschen.
Sei die Steinkerne die dir nur helfen wollten nicht böse; die meinen es wirklich gut :roll:

MfG, Tom
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Zuletzt geändert von Spongebob am Dienstag 7. April 2020, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Rhipido » Dienstag 7. April 2020, 21:57

Gute Idee, nochmal waschen ist hier angebracht. Dann ist der Spuk vorbei. Und stimmt: ist nicht böse gemeint. Habe auch schonmal "Fossilien" weggeschleppt, die nachher keine waren. Aber akzeptiere die Entscheidung auch, daß das hier definitiv kein Fossil ist.
Viele Grüße,
Andreas

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Frank » Dienstag 7. April 2020, 22:06

Ron Grube hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2020, 08:13
Es wär nett, wenn mir auch mal Fachleute beipflichten könnten.
Sonst habe ich in diesem Forum nichts mehr verloren.
Tja. Die Fachleute die Du suchst, sind, wie vormals schon angedeutet, in anderen Foren zu finden.
Hier gibt es leider nur Paläontologen und Fossil-Fachleute. Schade. Es gibt aber sicher Foren, in denen das gute Stück Liebhaber finden wird, die Dir zu 100% beipflichten. Ich bin leider auch kein passender Fachleut, habe leider nur 45 Jahre Erfahrung in der Paläontologie, nen dicken Schwung Publikationen über Paläothemen und ein paar akad. Grad zu bieten. Aber keinen in dem hier benötigten Fach (welches auch immer dies sein mag).
Deinem Fund und Können sind wir hier einfach nicht gewachsen, was mich leider sehr betrübt. Aber, für Deine Liga sind wir leider zu wissenschaftlich.

Zu Satz 2: Tschüss
"Hoffentlich unterläuft dem Irrtum ein Fehler. Dann kommt alles von selbst in Ordnung"

(Stanislav Jercy Lec: Das große Buch der unfrisierten Gedanken)

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Stephan » Dienstag 7. April 2020, 22:45

Ron Grube hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2020, 08:13

Übrigens haben im Bundenbacher Schiefer auch die meisten See- und Schlangensterne nur ihren Liegeplatz in Form von auf Eiweißumwandlung basierenden Sulfiden hinterlassen -das meiste ist in Lösung sowie in die Gasphase übergegangen.
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Hallo Ron,

dann kannst du uns bestimmt mit Literaturzitaten erhellen, insbesondere bei den perfekt, körperlich erhaltenen, ehemals aus Kalzit bestehenden Seesternplatten und Stacheln würde mich das brennend interessieren, was du da beschreibst :shock:

LG Stephan
Zuletzt geändert von Stephan am Dienstag 7. April 2020, 22:51, insgesamt 2-mal geändert.
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