Lunaspis aus Bundenbach

Geologische Phänomene mit Ähnlichkeit zu realen Fossilien.

Moderator: Steinkautz

Ron Grube
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Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Ron Grube » Sonntag 29. März 2020, 16:54

...vor zwei Jahren am klassischen Fundort entdeckt.
Muss wohl übersehen worden sein.
Lunaspis hat sich hier ja nur indirekt verewigt.
Ein Dankeschön geht an das Fischeiweis als Lieferanten für die sulfidische Zeichnung.
Der Name "Lunaspis" ist hier wirklich passend - irgendwie bilden kleine Sternchen eine "Mondsichel" ab.
"Sichelspannweite" beträgt 42 mm.
Ich habe lange herumprobiert bei der Fotographie - ist nicht so einfach.
IMG_20200329_1639482.jpg
Lunaspis
IMG_20200329_1639482.jpg (87.63 KiB) 4699 mal betrachtet
Viele Grüße von Ron

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Triassammler
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Triassammler » Sonntag 29. März 2020, 19:29

Hallo,

was ist das Grüne?

Kollegiale Grüße,
Rainer
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Frank
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Frank » Sonntag 29. März 2020, 20:56

vieleicht ist das grüne die Hoffnung, das es Lunaspis ist :hmm: ?
"Hoffentlich unterläuft dem Irrtum ein Fehler. Dann kommt alles von selbst in Ordnung"

(Stanislav Jercy Lec: Das große Buch der unfrisierten Gedanken)

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Steinkautz » Sonntag 29. März 2020, 21:07

Wirkt ein wenig wie die Bilder aus meiner Kindheit, bei denen man mit einem Bleistift Punkte verbinden musste um am Ende zB einen Lunaspis zu erhalten.
"Ich hoffe, mein Schaden hat kein Gehirn genommen!" (Homer)

Ron Grube
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Ron Grube » Donnerstag 2. April 2020, 20:13

...hier noch ein Foto aus dem Hftchen der Gemeinde Bundenbch, welches ich als Lektüre für Sammler gern weiterempfehle:
Lunaspis-Heftchen.jpg
Lunaspis aus dem Heftchen "Fossilien im Bundenbacher Schiefer"
Lunaspis-Heftchen.jpg (11.62 KiB) 4572 mal betrachtet

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Frank » Donnerstag 2. April 2020, 21:06

ein hübscher Fisch, der Lunaspis, immer eine Freude einen zu sehen.
Leider der erste in diesem Thread.
Die Natur gaukelt einem vieles vor. Manchmal sieht man ein Gesicht oder ein Tier oder etwas aber es ist nicht wirklich da.
Dies nennt sich Pareidolie. Nichts ungewöhnliches, aber verbreitet.
Mich wundert etwas Deine Hartnäckigkeit, scheinbar erfolgloses zu verteidigen. Respekt
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Porolepis » Donnerstag 2. April 2020, 21:12

Einfach genial !!!
"Die Versteinerung ist das große Mittel der Natur, um die vergänglichen Lebewesen aller Erdzeitalter zu erhalten"
G. Buffon(1707-1788)

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von LITHOPS » Freitag 3. April 2020, 15:09

Hallo Ron,

die gezeigte Punktwolke hat schon Ähnlichkeiten zu dem Tier.
Geht da gar nichts zu präparieren? Eventuell eine Röntgenaufnahme?

Herzliche Grüße
Jürgen

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von J.M. » Freitag 3. April 2020, 20:27

Hallo ,

auf dem unscharfen Foto ist , ehrlich gesagt , noch nicht einmal Schiefer aus dem Hunsrück zu erkennen .
Zumindest haben meine Platten aus dem Hunsrückschiefer im allgemeinen eine recht glatte Oberfläche und keine warzige .
Ohne scharfes Tageslichtfoto kann man zu dem Stück nichts sagen .

Schönen Abend
Jörg
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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Ron Grube » Samstag 4. April 2020, 17:48

...mit Fotos habe ich lange herumprobiert.
Der Hunsrückschiefer ist ja eher ziemlich grau.
Im "Abgedunkelten" kann man besser die Sulfide als "leuchtende Sterne" erkennen (grüne Anlauffarbe durch Cu?), deren Bildung ja durch die Umwandlung von Eiweiß zu erklären ist.
Diese Metapher mit den Sternen nutze ich gern wegen Luna (Mond).
Absichtlich spreche ich hier aber auch von einer "Zeichnung", die der Fisch hinterlassen hat - ich hatte zuerst das Stück Schiefer auch nicht ernst genommen, jedoch dann tatsächlich die "Punkte" mal miteinander verbunden.

"Zufall ist die Erklärung des Ahnungslosen"
Pareidolie ist bei solch klaren Abbildern als Erklärung unangebracht.
Phänotypische Merkmale sollten dann auch auf andere Weise wissenschaftlich erklärbar sein.

P.S.: Ich sammle seit mehr als 30 Jahren - besonders aus wissenschaftlichem Interesse.
Aus diesem Grunde hatte ich auch Geologie studiert.
Das heißt nicht, dass ich mich nicht auch schon geirrt habe - das passiert selbst sehr erfahrenen Paläontologen (siehe Streit zwischen Murchison und Sedwick)

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Temno » Samstag 4. April 2020, 18:11

Ron Grube hat geschrieben:
Samstag 4. April 2020, 17:48
Pareidolie ist bei solch klaren Abbildern als Erklärung unangebracht.
Unangebracht ist, sich mit einem verschwommenen Bild und einer abstrusen Idee hinzustellen, zu behaupten, man hätte einen Sensationsfund gemacht und Leute, die verständlicherweise skeptisch sind als "Ahnungslose" darzustellen.

Nur um mal einen Punkt aus deiner Argumentation herauszugreifen: Die Bildung von Kupfersulfiden ist auch durch drölfzig andere, anorganische Prozesse zu erklären. Sollte ein erfahrener, studierter Geologe eigentlich wissen... Und ich weiß nicht, ob es Dir vielleicht schon aufgefallen ist: Gerade die pyritisierten Fossilien des Hunsrückschiefers zeichnen sich eigentlich durch eine perfekte Detailerhaltung aus. Eine Eigenschaft, die man vom vorgestellten "Fund" nun wirklich nicht behaupten kann.

Grüße
Xaver

PS: Wenn ich hier vom Schreibtisch aus dem Fenster schaue, sehe ich eine wunderbare Fassade aus Hunsrückschiefer. Und ja, jetzt da ich anfange da Punkte zu verbinden! Einfach unglaublich! Auf den ersten Blick sehe ich drei Seesterne, fünf Trilobiten und einen Schinderhannes! Vielleicht macht uns allen auch nur die häusliche Isolation ein bisschen zu schaffen?

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Stephan » Samstag 4. April 2020, 18:17

Hallo Ron,

Bilder mittels Streiflicht würden uns sicher allen die Augen öffnen.

Zur Erinnerung: https://forum.steinkern.de/viewtopic.php?f=29&t=2787 !

Meine Bitte als Moderator, zeige uns Bilder auf denen man auch etwas erkennen kann,
ansonsten sehe ich die Gefahr das dieser Beitrag aus dem Ruder läuft :roll:

LG Stephan
Fossiliensammeln, ich kann jederzeit damit aufhören, ährlisch!

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Tapir » Samstag 4. April 2020, 18:41

Ron Grube hat geschrieben:
Samstag 4. April 2020, 17:48
Aus diesem Grunde hatte ich auch Geologie studiert.
Wo eigentlich?
Glück auf!

Johannes Kalbe

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Disclaimer: Die Beiträge können Spuren von Ironie, Fiktion, Laienmeinung oder persönlicher Einschätzung enthalten, ohne dass dies textlich oder durch bunte Kleckse kenntlich gemacht wird. Bitte gleichen Sie den entsprechenden Beitrag immer mit anderen Ihnen zugänglichen, thematisch verwandten Quellen ab.

Be more specific! http://www.youtube.com/watch?v=PusCpQIbmCw

Two down. Four to go.

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Stephan » Samstag 4. April 2020, 20:58

Wir machen das anders,

sollten binnen zwei Tagen nicht aussagekräftige Bilder hier gezeigt werden,
so werde ich dieses Thema in die Rubrik Pseudofossilien verschieben, wo es aufgrund des oben gezeigten Bildes eigentlich hin gehört.
Mittlerweile hat Ron ja in einem seiner anderen Beiträge geantwortet, hier aber nicht.
Nun keine Antwort ist auch eine Form von Antwort, aber so wie dieser Beitrag sich bisher hier entwickelt und darstellt
gehört er nicht ins unser Bestimmungs-Forum.

Und wie gerne würde ich durch Bilder entkräftet werden auf denen wir was erkennen und mich dann auch gebührlich für den harschen Ton entschuldigen!

LG Stephan
Fossiliensammeln, ich kann jederzeit damit aufhören, ährlisch!

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Re: Lunaspis aus Bundenbach

Beitrag von Frank » Samstag 4. April 2020, 21:48

Tapir hat geschrieben:
Samstag 4. April 2020, 18:41
Ron Grube hat geschrieben:
Samstag 4. April 2020, 17:48
Aus diesem Grunde hatte ich auch Geologie studiert.
Wo eigentlich?
evtl. an der Gateway University?

Ich persönlich bin der Meinung, das, ob nun studierter Geologe oder nicht, hier elementare Lücken zur Realität bestehen, was die Interpretation von Funden angeht. Sofern man nur in etwas das hineininterpretiert was man sehen will, hat das mit Wissenschaft nix, aber auch gar nix zu tun.

Amüsant finde diesbezüglich ich "P.S.: Ich sammle seit mehr als 30 Jahren - besonders aus wissenschaftlichem Interesse.
Aus diesem Grunde hatte ich auch Geologie studiert. Das heißt nicht, dass ich mich nicht auch schon geirrt habe - das passiert selbst sehr erfahrenen Paläontologen (siehe Streit zwischen Murchison und Sedwick)".

Ungefähr auf der Liga der Bibel (steht im Buch, stimmt immer, thema erledigt".
"Hoffentlich unterläuft dem Irrtum ein Fehler. Dann kommt alles von selbst in Ordnung"

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