Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

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SIR_ESME
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Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von SIR_ESME » Dienstag 18. August 2020, 13:48

Hallo liebe Bernsteinmitsüchtige!

Nachdem mir bei mehreren vorgelagerten Fragestellungen kompetent durch die Teilnehmer dieses Forums geholfen wurde, bin ich nun gerade dabei meine Bernsteine zu sichtigen, Inklusensteine vorzuschleifen und soweit vorzubereiten, daß die Einschlüsse ( aktuell ca. 40 an der Zahl) zu einem späteren Zeitpunkt auch qualitativ ansprechend fotografiert werden können.

Wenn ich zwecks grober Vorbestimmung mich hier im Forum umsehe, entsteht bei mir aber ein stückweit der Eindruck, daß es nicht die Regel ist (vielleicht im Gegensatz zu den üblichen Fossiliensammlern), daß der Inklusensammler auch gleichzeitig der Finder des "Rohmaterials" ist. Viele scheinen die entsprechenden Schlaubensteine oder gar die fertigen Inklusen käuflich zu erwerben.

Ich will das gar nicht werten, freue mich aber immer sehr, wenn ich irgendetwas in "meinen" Steinen finde. Das Gefühl, was für mich ein Großteil der Sammelleidenschaft ausmacht/ das Finden kommt ja dann in der anderen Konstellation so gar nicht auf, oder?

Nur mal so um einen Gedanken niederzuschreiben, der mir in den letzten Wochen mehrmals durch den Kopf ging. Wie geht es Euch? Und wer macht wie ich auch alles alleine, mit der Bernsteinsuche angefangen?

VG Haiko
Zuletzt geändert von SIR_ESME am Dienstag 18. August 2020, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.

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fossihagen
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von fossihagen » Dienstag 18. August 2020, 14:42

Hallo Haiko,

da gibts sicher "solche" und "sonne"... (ich denke, dass der Finger der Finder ist..;-) )
Inklusen im nennenswerten Umfang selber zu finden, war mir Anfang der 90er in Bitterfeld gegönnt.
Beim Sammeln in KG und Ostsee braucht man sehr viel Zeit und Ausdauer.
Wie lange hast Du für die 40 Inklusen gesucht?
In der Goitzsche konnte man selbst zu "schlechten" Zeiten 1..2 kg am Tag sammeln.
Also bei mir sind 95% selbst gefunden und die anderen habe ich gekauft / getauscht.
Ich schleife immer erst ein kleines Fenster zum sondieren oder schaue im nassen Zustand ohne Schleifen die Steine an und dann entscheide ich, wo ich mit Schleifen anfange.
Die getrommelten Steine haben oft den Makel, dass Extremitäten und Fühler angeschliffen sind. Allerdings geht das Trommeln natürlich viel wirtschaftlicher.
Fotogene Inklusen sind im ähnlichen Verhältnis wie Steine mit Inklusen vs. ohne... (1:20 +/-)
Wenn man fotografieren will, sollte man die Schliffebenen schon am Anfang entsprechend planen.
Die Profis gießen die Teile immer wieder nach dem ranschleifen in Harz und können so die eigentliche Inkluse von restlichen Stein isolieren.
Das ist für die Bestimmung sicher wichtig und richtig, aber für mich "leben" die Inklusen, wenn man den realen natürlichen Stein noch erkennt.
auch das ist Geschmackssache.

kommt das Deiner Frage nahe?

Grüße
H.

SIR_ESME
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von SIR_ESME » Dienstag 18. August 2020, 14:51

Hi!

War ja weniger als Frage sondern eher als Meinungsaustausch gedacht. Zu den konkreten Fragen hast gerade Du ja schon mehrfach geantwortet, vielen Dank dafür! :lol:

Zu den Inklusen: das "Rohmaterial" habe ich seit Oktober letzten Jahres zusammengetragen. Bis jetzt habe ich über den Daumen 60% durchgesehen. Statistisch rechne ich mit ca. einer Inkluse pro 100g Rohmaterial (was deutlich mehr ist als die runtergerechneten 250g, die ich irgendwo mal gelesen habe; 4000 Inklusen pro Tonne Bernstein)

Ansonsten ging es mir darum ein Bild vom typischen Inklusensammler zu bekommen. Aber mit 95% Eigenfunden würdest Du für mich als ein Vertreter der kompletten Fertigngsstrecke zählen :wink:

VG Haiko

SIR_ESME
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von SIR_ESME » Dienstag 18. August 2020, 14:52

Jetzt ist auch der "Finger" weg :wink:

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fossihagen
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von fossihagen » Dienstag 18. August 2020, 15:57

... dann hast Du eine ergiebige Quelle / Technik zum Sammeln.
sind also ca. 4kg Material...
Diese Quoten halte ich auch für schwierig, weil das sehr stark von den Fraktionen abhängt.
Bei kleinen Fraktionen ist die Anzahl inklusenfähiger Steine viel größer (pro Masse).
Ich denke, dass ich auf eine ähnliche Quote wie Du komme.

wenn ich das so schreibe habe ich gleich wieder Lust zu schleifen...

Grüße
H.

Soki
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von Soki » Sonntag 20. September 2020, 22:04

Hallo zusammen,

mir war es nie vergönnt, Bernsteine selbst zusammen. Als ich mein Interesse für Inklusen entwickelt habe, war für mich klar, dass ich mir diese kaufen muss. Da ich die Inklusen sehr gerne fotografiere, was ohnehin schon recht aufwendig ist, bin ich froh, das ich diese nicht selbst finden muss. Denn recht wenige Bernsteine enthalten Inklusen und noch weniger Steine enthalten fotogene Inklusen.
Zur Sammelleidenschaft:

Wer z.Bsp. Briefmarken oder Antiquitäten sammelt, kauft entsprechend seltene oder gar einzigartige Stücke online oder auf Auktionen und erfreut sich dann sicher nicht minder an seinem Kauf.
Natürlich ist es schöner, sowas zufällig auf dem Flohmarkt oder einem Räumungsverkauf selbst zu finden, aber das ist natürlich nicht immer möglich. Wer sich darauf beschränkt, wird seine Sammlung vermutlich nie wirklich ausbauen können.
Bei Bernsteinen sehe ich das ganze ähnlich.

Grüße,
Simon
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Frank
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von Frank » Sonntag 20. September 2020, 22:53

Ich als "Nicht-Bernsteinsammler" hab es trotzdem kurze Zeit mal betrieben in den neunzigern. Ein wenig selbst sammeln (Münsterländer Kiessandzug und östliches Mittelmünsterland), ein wenig Ostseeküste, das wars. Inklusenanteil: sensationelle 0% :eek: :eek: . Bekam aber trotzdem noch eine erklekliche Menge zusammen auf den Flohmärkten des Ruhrgebietes, damals Kiloware der osteuropäischen Anbieter.
Irgendwie macht selber sammeln und finden mehr Spass, ich kann Haiko hier verstehen. Die Chance, was supergeiles zu finden, ist hier halt geringer. Wie z.B. in den Plattenkalken und vielen anderen Fundstellen. Gekaufte oder getauschte Stücke sind oft die Highlights der Sammlung, aber zuletzt aus seiner Sammlung packt man dann doch die selbst gesuchten. Die haben etwas persönliches, was gekaufte Stücke selten haben.
Zweischneidiges Schwert... Ich würde immer zu beidem raten, wenn man ne super Sammlung haben möchte, aber zum selbst sammeln wenn man zu den Stücken auch eine persönliche Geschichte haben mag
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von SIR_ESME » Montag 21. September 2020, 15:59

Hi!

Mir ging es, wie erwähnt, auch weniger darum etwas als "besser" oder "schlechter" zu beurteilen sondern nur mal einen Eindruck zu gewinnen. Und tatsächlich kann ich mir durchaus vorstellen, daß man allein für das Fotografieren hobbyfüllend Zeit aufwenden kann :)

Zumindest bisher sammle ich aber auch nicht systematisch sondern nehme was meine Wege kreuzt...allerdings ohne irgendetwas zu kaufen. Für mich gilt eher das Leitmotiv, was ich glaube sinngemäß mal in einer Signatur gelesen zu haben: "Finden ist schöner als besitzen."

Und Gelegenheit zum Finden hat man ja mehrfach: erst die Steine, dann die Einschlüsse :wink:

Im Übrigen noch ein dringender Appell an alle Besitzer von mehr als wirklich nur ein paar kleinen Ostseekrümeln Bernstein: wirklich GENAU hinschauen! 2 von 2 Bernstein-Bekanntschaften, die EINIGES an Material haben waren der Meinung keine oder nur sehr wenige Inklusen zu besitzen. Das Problem: mit bloßen Auge erkennbare Inklusen sind die Ausnahme. Eine Milbe erscheint selbst mit Lupe nur als winziger Dreckpunkt. Gewissheit bringt da oft nur ein Mikroskop. Meine provokante Behauptung: wer mehr als 200g kleine Bernsteine hat (ca. Haselnussgröße) und glaubt keine Inklusen zu haben hat nur nicht richtig hingeschaut.

VG Haiko

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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von Timbert » Montag 21. September 2020, 21:55

Für mich ist selber finden am Besten, wenn auch nicht ausschließlich. Ich habe mir hier im Forum mal einen Stein mit blau irisierenden Ammos von der Wolga gekauft, dabei bin ich kein großer Kringelfan und sammle am liebsten im Plattenkalk. Aber das Ding dann in den Händen zu halten war ein andauerndes Hochgefühl als hätte ich es selber gefunden.
Ähnlich ist es mit Bernstein. Die einfachen, findbaren Sachen würde ich mir nie kaufen. Das gibt mir wenig, im Gegensatz zu selbst gefischtem Bernstein. Aber interessante Inklusen zu kaufen finde ich nachvollziehbar.

Zur Inklusendichte:
Meine Bernstein-Funde füllen die ersten cm eines mit Wasser gefüllten Joghurtglases, also nicht zu viel. Fast alles sehr klein, trotzdem kamen erst unter dem Mikroskop zwei Steine mit Inklusen heraus (Spinne mit Schabennymphen und ein kleines Stöckchen). Wenn man seinen Anspruch an die Größe herunterschraubt, sollte man wesentlich häufiger etwas entdecken.

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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von SIR_ESME » Dienstag 22. September 2020, 16:43

Sehr schön Timbert! :)

Hatte neulich auch in einem Esslöffel voll linsengroßer Steinchen eine Spinne entdeckt. Das ist das schöne an den kleinen Inklusen: es reichen wirklich kleine Steinchen um sie komplett zu beherbergen.

Auf der anderen Seite macht es das Finden natürlich schwierig. Gerade für etwas größere Stücke mit vielen Holzhäkseln als Einschlüssen kann man ja praktisch Stunden verwenden um den ganzen Stein zu scannen. Dann stellt sich aber heraus, daß sich zwischen dem ganzen Dreck vielleicht noch eine Laus oder Ähnliches verbirgt.

Um nicht zu viel Zeit zu investieren aber auch nicht zu viel zu übersehen gehe ich mehrstufig vor: erst mit 3,5 facher Lupe alle Steine Mustern. Wenn Auffälligkeiten oder Verdachtsfälle vorhanden sind diese mit 10x-, 20x- oder mikroskopischer Vergrößerung klären. Wobei ich die Steine mit zuviel Holz meistens gleich zur Seite lege.

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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von Frank » Dienstag 22. September 2020, 19:23

SIR_ESME hat geschrieben:
Dienstag 22. September 2020, 16:43
Sehr schön Timbert! :)

Wobei ich die Steine mit zuviel Holz meistens gleich zur Seite lege.

VG Haiko
um sie später en detail zu prüfen, sie herunterzuschleifen für die Suche nach darunter vorborgenem oder weil es wenig Sinn macht, diese zu durchsuchen? Viele Grüsse, Frank
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von unnamed84 » Dienstag 22. September 2020, 20:40

Hallo zusammen,

normalerweise kann ich zu dem Thema nicht viel beitragen, möchte mich aber dennoch mal zu Wort melden :P
Gegen Ende der 90er als angehender Jugendlicher auf einer Mineralien- und Fossilienbörse in Bonn gab es einen Stand, der Bernstein in Rohform aus Brasilien angeboten hat. Auf der Suche nach Einschlüssen habe ich mir aus dem Konvolut ein schönes Stück mit "Potential" - soweit ich was beurteilen konnte - heraus gesucht, ich glaub für ca. 13 DM.

Mein Schuldirektor auf dem CoJoBo teilte meine Leidenschaft und gab mir Tipps und stellte das Werkzeug in der Schule zur Verfügung, um alles mögliche zu bearbeiten.
Den Berstein polierte ich dann an einer markanten Stelle vorsichtig an und die Überraschung war sehr groß. Es befanden sich 2 Termiten in dem Stück und durch das Anpolieren an der richtigen Stelle hatten wir einen sehr guten Blick auf das Mundwerkzeug und die komplette Unterseite auf eines der Tiere. Das Verrückte war, dass sich mein Lehrer noch mehr darüber zu freuen schien als ich. Jedenfalls ein super Glücksfall und Ziel erreicht.

Nachdem ich von zu Hause auszog wanderte das Stück mit allen anderen in einen von mehreren Umzugskartons und wurde aus Platzgründen bei meiner Oma im Keller eingelagert. Auf 22 qm ist nicht mehr viel Platz für eine Fossiliensammlung. Das ist nun ca. 16 Jahre her. Hier im Forum wurde mir das Stück wieder in Erinnerung gerufen. Ich hoffe, die Stücke sind noch unversehrt. Ein paar Ammoniten haben die Zeit nicht überstanden (Pyrit). Ggf. würde ich es hier mal kurz vorstellen.

Jedenfalls, wenn man sich Rohmaterial ohne Garantie auf Einschlüsse aneignet und dann doch etwas darin zum vorschein kommt, ist es dem selber finden recht nah meiner Meinung nach. In diesem Sinne...

Viele Grüße

Ingo
Viele Grüße

Ingo

SIR_ESME
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von SIR_ESME » Freitag 25. September 2020, 17:20

Hallo Frank!

Tatsächlich meinte ich das eher als Ausschlußkriterium.
Es gibt ja den Fall wo der Bernstein praktisch komplett undurchsichtig ist.
Dann gibt es die Fälle in denen der Bernstein grundsätzlich klar ist, aber trotzdem Dutzende oder Hunderte von Einschlüssen enthält. Das sind dann auch eher keine Schlauben, sondern die Einschlüsse sind gleichmäßig im Bernstein verteilt. Und bisher bin ich in solchen Steinen in Sachen Inklusen auch nicht fündig geworden. Deshalb gönne ich diesen allenfalls einen flüchtigen Blick und untersuche sie nicht "stundenlang".

VG Haiko

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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von Frank » Freitag 25. September 2020, 17:59

SIR_ESME hat geschrieben:
Freitag 25. September 2020, 17:20
Hallo Frank!

Tatsächlich meinte ich das eher als Ausschlußkriterium.
Es gibt ja den Fall wo der Bernstein praktisch komplett undurchsichtig ist.
Dann gibt es die Fälle in denen der Bernstein grundsätzlich klar ist, aber trotzdem Dutzende oder Hunderte von Einschlüssen enthält. Das sind dann auch eher keine Schlauben, sondern die Einschlüsse sind gleichmäßig im Bernstein verteilt. Und bisher bin ich in solchen Steinen in Sachen Inklusen auch nicht fündig geworden. Deshalb gönne ich diesen allenfalls einen flüchtigen Blick und untersuche sie nicht "stundenlang".

VG Haiko
wäre es nicht einen Versuch wert, diese Stücke in Scheiben zu schneiden, polieren und zu untersuchen?
Man weiss ja nie, was drin ist. Allerdings auch nie, was man so durchsägt...
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Re: Kompletter "Fertigungsstrang" bis zur Inkluse

Beitrag von SIR_ESME » Freitag 23. Oktober 2020, 21:48

Also tatsächlich schreibt auch Carsten Gröhn, daß in diesen stark "mulmhaltigen" Bernsteinen selten Inklusen zu finden sind. Eine Aussage, daß ich zumindest bisher nicht widerlegen musste/konnte.

Man könnte es natürlich dennoch machen. Aus meiner Sicht steht der Aufwand aber in keinem Verhältnis zum Nutzen... Ist aber natürlich eine Frage, wieviel Zeit man auf wieviel Bernstein verwenden kann/will ;o)

VG

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