Carniol und Opedette in der Provence/Südfrankreich

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Moderator: Sönke

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Scaphites
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Carniol und Opedette in der Provence/Südfrankreich

Beitrag von Scaphites » Freitag 22. Januar 2010, 10:55

http://www.steinkern.de/fundorte/frankr ... reich.html


Hallo Thomas,

vielen Dank für den anschaulichen Exkursionsbericht! Es freut mich zu sehen, was für schöne Sachen ihr gefunden habt.
Höhepunkt an Funden war ein Zahn, den sich unser Sohn in den Finger gepiekst hatte.
Diese Art des Findens ist mir auch neu - wird sofort in der "Anekdotensammlung" abgespeichert ;-)!

Aber nicht, dass sich dein Sohn das nächste mal auf einen Tyrannosaurus- oder Carcharodon-Zahn DRAUFSETZT :bg: ! Obwohl, für solch einen Fund sollte es das einem wohl wert sein :-D...

Viele Grüße

Andreas
Es starb zu derselbigen Stunde
die ganze Saurierei,
sie kamen zu tief in die Kreide,
da war es natürlich vorbei.

(Josef Viktor von Scheffel, 1856)

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Andreas
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Beitrag von Andreas » Freitag 22. Januar 2010, 11:10

Danke für diesen Bericht!
Da kommen Kindheitserinnerungen wieder hoch, als ich noch als kleiner Stoppel mit meinen Eltern auf diesen Hügeln sammelte. Viel verändert hat sich da scheinbar nicht ;) Einen Zahn hatte ich allerdings nicht im Finger stecken. Schade...

Viele Grüße,

Andreas

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amaltheus
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Re: Carniol und Opedette in der Provence/Südfrankreich

Beitrag von amaltheus » Freitag 22. Januar 2010, 11:18

Hallo Thomas,

von diesen Fundstellen hab ich als Kind immer geträumt nachdem
ich die Berichte von AE Richter darüber gelesen hatte.

Schön dass Du über diese - fast vergessenen - Stellen berichtest.

Schöne Gegend dort ... :D

Gruss Thomas
Zuletzt geändert von amaltheus am Freitag 22. Januar 2010, 13:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Stenodactylina
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Beitrag von Stenodactylina » Freitag 22. Januar 2010, 13:19

Hallo Thomas,

die Erinnerungen fluten zurück! Ich war im Jahrhundertsommer 3 Wochen dort unten und habe mein Weg in die Gluthitze durch Moosleitners angegebenen Fundstellen gesucht. Eine unvergessliche Zeit, trotz Wasserverlust!
Seitdem bin ich nicht wieder dort gewesen, aber ich sehne mich danach. Da gibt es so viel noch zu entdecken!
Recht herzlichen Dank für dieses Bericht. Es hat mein Sehnsucht etwas gestillt. :wink:

Grüße, Roger.
Zuletzt geändert von Stenodactylina am Freitag 22. Januar 2010, 14:59, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße vom Bodensee! Roger.

Oecoptychius
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Beitrag von Oecoptychius » Freitag 22. Januar 2010, 14:05

Hallo Thomas,

ich war vorletztes Jahr auch in der Gegend, habe allerdings andere Fundstellen besucht als die von Moosleitner angeführten. Für die Zeitschrift FOSSILIEN habe ich einen Beitrag darüber geschrieben, der im nächsten Heft kommt.

Gruß Günter

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Uncites
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Beitrag von Uncites » Freitag 22. Januar 2010, 14:53

Einer meiner Lieblingsfundorte ... da bin ich schon vor über 30 Jahren herumgekrochen. Nicht nur paläontologisch interessant, auch landschaftlich wunderschön.
Nächsten Sommer fahre ich wieder mal in die provence und dort auch vorbei.

Sven

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Infulaster
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Beitrag von Infulaster » Freitag 22. Januar 2010, 19:02

Besten Dank für diesen Bericht. Auch wenn ich es bisher noch nicht geschafft habe, in Frankreich zu sammeln und daher auch keine Erinnerungen aufgewärmt werden. Aber das Sammlen in Unterkreidesedimenten, in Verbindung mit Urlaubsfeeling, hat natürlich so einiges für sich.

Gruß Olli

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der Förster
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Beitrag von der Förster » Samstag 23. Januar 2010, 18:57

Ich habe das Internet mal wieder davon überzeugen können, daß ich mitspielen darf, also kann ich auch mal wieder im Forum arbeiten.

Danke Euch allen für die Blumen und das Lob. Der Bericht war mir ein inneres "Fichtennadelschaumbad". Diese Eindrücke mussten einfach in Worte gefasst und den Steinkernen mitgeteilt werden.
Es freut mich, daß Ihr solchen Anteil an unserem "Arbeitsurlaub" nehmt. Und wir waren nicht das letzte Mal dort unten. Die Zeit pro Fundpunkt war leider etwas kurz, aber wir hatten 3 Wochen verpassten Urlaub in zwei Wochen Herbstferien zu packen und wollten auch noch das Mittelmeer, die Causses, den Mont Ventoux, die LGV-Baustelle und unsere heimliche Heimat Lothringen sehen...all diese schöne/interessanten Ecken im großen Nachbarland. Mal etwas Werbung: auf elektrolok.de (macht ein Bekannter von mir) gibt es Reiseberichte von mir in eisenbahntechnischer Hinsicht - da schlägt meine frankophile Ader voll durch...und man kann mal Kilometer abzählen, was wir so in -F- alles abklappern :wink:
Die Sache mit dem "alternativen Fossiliensuchen durch Fingerpieken" hat unser Sohn inzwischen aufgegeben, hat wohl zu sehr geschmerzt. Ich stehe ja mehr auf "Drauftreten", siehe Hyphantoceras, hihi
Wo ich gerade "Causses" gesagt habe, da kommt auch noch was aus dem Lias...kann mich nicht zurückhalten.

Grüße

Thomas Förster

PS: Danke an Alle, die Schützenhilfe geleistet haben!
nur keine Hektik...

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Stenodactylina
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Beitrag von Stenodactylina » Samstag 23. Januar 2010, 23:56

Hallo Thomas,

also, wir machen uns auf Causses befasst. Freut mich das zu lesen.

Grüße, Roger.
Grüße vom Bodensee! Roger.

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RMB
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Beitrag von RMB » Sonntag 24. Januar 2010, 10:39

Hallo Thomas,

schöner Bericht, da hast Du wohl bei Vielen, (auch bei mir) nostalgische Gefühle geweckt.

Ich kann Dir nur dringend empfehlen die Funde (speziell aus Carniol) entsprechend zu behandeln, bei mir sind die meisten (vor allem die Dufrenoien) nach gut 30 Jahren trotz trockener Lagerung ausgeblüht.

Grüße

Rainer

Oecoptychius
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Beitrag von Oecoptychius » Sonntag 24. Januar 2010, 10:57

Ja, behandeln ist sicher kein Fehler. Aber voraussagen lässt sich nichts. Im Stuttgarter Museum sind die Stücke aus Carniol, auch Dufrenoyen, nach teilweise über 40 Jahren noch perfekt und ohne jeden Schaden. Neue, die ich vorletztes Jahr weiter westlich gesammelt habe, verlangen hingegen jetzt schon eine Behandlung.

Gruß Günter

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der Förster
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Beitrag von der Förster » Sonntag 24. Januar 2010, 21:34

Blumen in der Sammlung? Bitte nicht.
Ich will noch nicht zu früh "Hurra" brüllen, aber im Moment sind die Funde aus Carniol/Oppedette recht stabil. Die erste "Blütezeit" ist abgeklungen, aber ich behalte das Material im Auge. Wie schon im Bericht erwähnt, blühten einige Stücke schon im Aufschluß. Die sind natürlich liegengeblieben.
Auf die weitere Entwicklung bin ich gespannt. Danke auf jeden Fall für den Rat mit dem Behandeln.
Ich hatte den Eindruck, daß an den Fundstellen ein sehr hoher Gipsanteil im Ton ist, der wohl aus Pyritzersetzung resultiert und auch den Ton mit einem Kristallrasen überzieht. Zumindest, wenn es lange nicht geregnet hat. Als wir dort waren, herrschte zwei Monate Trockenheit. Am stärksten stellte sich dieser Effekt bei Opedette dar. Das würde Günters Beobachtung zu den westlichen Fundpunkten bestätigen. Mal sehen, was kommt!

Besorgte Grüße

Thomas
nur keine Hektik...

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Uncites
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Blütezeit

Beitrag von Uncites » Dienstag 2. Februar 2010, 10:33

Da muß ich leider recht unschöne Erfahrungen zum besten geben.
Ich habe schon vor 35 Jahren in Carniol Fossilien gesammelt ... manche blüten sehr schnell, manche später. Nach 20 Jahren habe ich ganze Schubladen davon wegwerfen müssen.
Ein Trauerspiel, denn ich hatte sehr schöne Stücke von dort.
Da müßt Ihr Euch also noch auf unschöne Überraschungen gefasst machen.

Allerdings, es gibt auch gute Nachrichten : es gibt viele Stücke, die noch unverändert leben und keinen Ansatz des Ausblühens zeigen.

An anderen Fundstellen der Region wie Rustrel und La Tuiliere ist das Material nach meinen Beobachtungen auch nicht stabiler !

Sven

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