Zum Bericht: Die Juraküste bei Wimereux (NO-Frankreich)

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Moderator: Sönke

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Miroe
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Zum Bericht: Die Juraküste bei Wimereux (NO-Frankreich)

Beitrag von Miroe » Dienstag 25. November 2008, 20:32

Betrifft Homepagebeitrag:
http://www.steinkern.de/fundorte/frankr ... reich.html


Servus Kurt,

ein sehr (!) schöner, in jedem Sinn aufschlussreicher Bericht mit klasse Fotos.

Vielen Dank
Michael

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Tapir
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Beitrag von Tapir » Dienstag 25. November 2008, 20:52

Ich kann mich dem nur anschließen.... Scheint ein interessanter Strand zu sein an dem ich selber mal gerne "jagen" würde...
Glück auf!

Johannes Kalbe

---------------
"Tante Erna hingegen war fest davon überzeugt, dass das Ende bereits hinter uns lag. Und alles, was wir heute sehen, ist nur noch das was übrig geblieben ist." (KUM2020)

Be more specific! http://www.youtube.com/watch?v=PusCpQIbmCw

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Kurt Hoeppe
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jura bei wimereux

Beitrag von Kurt Hoeppe » Mittwoch 26. November 2008, 15:58

Hallo Miroe, hallo Tapir,
freut mich, wenn ich Euer Jagdfieber geweckt habe...
Beste Grüße
Kurt

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Megalodon73
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Beitrag von Megalodon73 » Mittwoch 26. November 2008, 23:35

Moin Kurt,

für diejenigen, die diese schöne Fundstelle noch nicht bereist haben, gibt Dein Bericht auf jeden Fall einen Anreiz, dort einen Urlaub zu verbringen.
Eine kleine Ergänzung sei mir gestattet:
Wenn man am Point aux Oies linkerhand die Schichten überhalb der Auskehlungen genauer betrachtet, kann man Fischzähne finden, mitunter Wirbel, und Haizähne.
Allerdings ist die Auster auf dem letzten Bild Deines Beitrags eine Trigonia, die dort calzitisch erhalten Vorkommen.

Gruß
Dennis
Dateianhänge
DSCN2393.JPG
Zähne, Wirbel und Seeigelstachel
DSCN2393.JPG (53.95 KiB) 13452 mal betrachtet
DSCN0364.JPG
DSCN0364.JPG (80.54 KiB) 13455 mal betrachtet

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Sönke
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Beitrag von Sönke » Donnerstag 27. November 2008, 09:48

Hi Dennis,

wie groß ist denn der interessante Seeigelstachel?

Und: Ist Trigonia (Myophorella und Scaphotrigonia mal eingeschlossen, die hier m.E. in Frage kommen) keine Auster?

Viele Grüße
Sönke

Kurt Hoeppe
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Beitrag von Kurt Hoeppe » Donnerstag 27. November 2008, 11:26

Hallo Dennis,
da war ich schon zehnmal am Pointe aux Oies und habe immer nur auf die großen Funden gespitzt... Danke für den Hinweis auf die jüngeren Schichten. Wie sind die zeitlich einzuordnen?
Gruß Kurt

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Beitrag von Scaphites » Donnerstag 27. November 2008, 13:49

Hallo Sönke,

auf die Gefahr hin, dass ich Deine Frage falsch interpretiere und evtl. eine verborgene Ironie nicht bemerke:

Die Familie Trigoniidae (inkl. der Gattungen Trigonia, Myophorella und Scaphotrigonia) hat verwandschaftlich ziemlich wenig mit den Austern zu tun - außer, sie auch zur Klasse der Bivalvia gehört. Die Trigoniidae gehören zur Großgruppe der Palaeoheterodonta und sind somit interessanterweise recht "eng" mit den Süßwassermuscheln (Ordnung Unionoida) verwandt, zu denen auch unsere heimische Gemeine Teichmuschel gehört:

http://en.wikipedia.org/wiki/Trigoniidae
http://de.wikipedia.org/wiki/Palaeoheterodonta

So, Klugscheißmodus aus, *klick*! ;-)

Viele Grüße

Andreas

PS: Sehr schöner Bericht!
Es starb zu derselbigen Stunde
die ganze Saurierei,
sie kamen zu tief in die Kreide,
da war es natürlich vorbei.

(Josef Viktor von Scheffel, 1856)

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Beitrag von Sönke » Donnerstag 27. November 2008, 15:32

Hi Andreas,

nein, die Frage war durchaus ernst gemeint, denn in der Stammesgeschichte der Muscheln kenne ich mich reichlich schlecht aus (zumal ich einen Link fand, indem Trigonien als Beispiel für Austern benannt wurden). Deswegen danke für Deine aufklärende Antwort!
Gibt es einen morphologischen allgemein anwendbaren Schlüssel mit dem man austernartige Muscheln von den sonstigen Muscheln abgrenzen kann (wie bei Gryphaea die gewölbte und die flache Klappe) oder muss man dazu immer einen Blick in den Stammbaum werfen?

Viele Grüße
Sönke

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Beitrag von Scaphites » Donnerstag 27. November 2008, 16:06

Hallo Sönke,

gern geschehen! Allgemein kann man sagen, dass Austern zwei verschieden große Klappen haben, von denen die untere meist festgewachsen ist (Ausnahmen, z. B. Gryphaea, bestätigen die Regel) und die obere eher einem Deckel gleicht, der sich öffnen und schließen lässt.

Viele Grüße

Andreas
Es starb zu derselbigen Stunde
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Tapir
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Beitrag von Tapir » Donnerstag 27. November 2008, 18:57

Und wichtig ist vor allem der Schloßbereich. Scheinbar gleiche Muscheln (von der Gestalt her) können total unterschiedlichen Familien angehören.
Glück auf!

Johannes Kalbe

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Megalodon73
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Beitrag von Megalodon73 » Donnerstag 27. November 2008, 20:51

Hallo Sönke,

der Stachel ist 5 cm lang, leider fehlt ein gutes Stück bis zum Stachelkopf.

Könnte es sich um Polycidaris handeln??
Gruß
Dennis

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