Schwierige Präparation eines Acanthoteuthis speciosa

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Thomas_
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Schwierige Präparation eines Acanthoteuthis speciosa

Beitrag von Thomas_ » Sonntag 30. November 2014, 10:17

Zum Beitrag: http://www.steinkern.de/praeparation-un ... ciosa.html


Hallo Falk!

78 Stunden in ein Projekt zu investieren, dessen frustrierender Ausgang zu ahnen war, das zeugt schon von einer guten Portion Idealismus :wink:

Ich hätte vermutlich nach 5 Stunden hingeschmissen.

Bleibt die Frage: Hat es sich gelohnt? Du schreibst ja, dass diese Exemplare sehr selten sind. Da ist ein höhere Aufwand bei so einem Rettungsversuch
sicher angebracht. Ich kann anhand der Fotos schlecht beurteilen, ob es das wert war. Wie denkst du im nachhinein darüber?



Vielen Dank für den Bericht!


Thomas
:Goni:

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wasur
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Re: Schwierige Präparation eines Acanthoteuthis speciosa

Beitrag von wasur » Sonntag 30. November 2014, 12:43

Hallo Thomas,
ich danke Dir für Deinen Beitrag. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich mich an die heikle Präparation gewagt habe. Wäre der Tintenfisch allerdings nicht komplett gewesen, hätte ich sofort "das Handtuch geworfen." So bin ich mit dem Ergebnis im Anbetracht der Umstände sehr zufrieden. Allerdings habe ich mir - zum wiederholten Mal - geschworen, mich nie wieder auf ein derartig kniffliges Projekt mit nicht vorhersehbarem Ergebnis einzulassen. Aber was nützen einem die besten Vorsätze, wenn man sie manchmal nicht bricht ? :D
Bei einer misslungenen Präparation hätte ich mich natürlich schon sehr geärgert.
Schöne Grüße aus dem Weserbergland
Falk

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Jens K.
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Re: Schwierige Präparation eines Acanthoteuthis speciosa

Beitrag von Jens K. » Mittwoch 3. Dezember 2014, 17:00

Hi,

solche Teuthiden mit erhaltenen Fangarmen oder zumindest mit den Fanghaken in orginaler Position sind doch enorme Seltenheiten. Denke die Präparation hat sich gelohnt.
Glückwunsch und Anerkennung für die geleistete Arbeit von meiner Seite, es ist ein ansprechendes Präparat geworden. Und aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, man weiss selten vor der Präparation ob wirklich alles so klappt wie gewünscht. Bei Trilobiten gibt es da gelegentlich unschöne Überraschungen wie primär also vor der Einbettung abgebrochene Stacheln bei ansonsten kompletten Exemplaren.

lg,
Jens

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Re: Schwierige Präparation eines Acanthoteuthis speciosa

Beitrag von wasur » Freitag 5. Dezember 2014, 19:47

Hallo Jens,
ich danke Dir für Deine zustimmenden Worte. Ja, in der Tat weiß man selten, wie das Endergebnis dann letztendlich aussehen wird... . Das ist ja gerade die spannende Geschichte dabei, finde ich.
Allerdings würde die Stimmungslage sicherlich abrupt auf einen "Nullpunkt kippen" ( bei mir zumindest ), falls die Präparation nicht klappen würde... . Bei "Trilos" kenne ich mich allerdings viel zu wenig aus, um mitreden zu können; bin 'halt ausschließlich auf Plattenkalkfossilien fokussiert. Aber ich denke - genau wie Du es sagst - wird die Sachlage ähnlich sein.
Schöne Grüße aus dem Weserbergland
Falk

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Bernhard Jochheim
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Re: Schwierige Präparation eines Acanthoteuthis speciosa

Beitrag von Bernhard Jochheim » Freitag 5. Dezember 2014, 20:47

Hallo Falk,
ich fand deinen Bericht auch lesenswert und informativ. Bei solchen risikobehafteten Präparationen freut man sich doch nachher umsomehr, wenn das Endprodukt sehenswert ist. In diesem Fall ist das in meinen Augen auf jeden Fall so gewesen.
Viele Grüße
Bernhard

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Re: Schwierige Präparation eines Acanthoteuthis speciosa

Beitrag von wasur » Freitag 5. Dezember 2014, 23:04

Danke Bernhard für Deine Anteilnahme und Zustimmung. Das tut gut, zumal man sich als Präparator zwischenzeitlich bei solchen Projekten mitunter in einem unbestimmten, voller Zweifel behafteten "Nirwana" befindet und sich manchmal die Frage stellt: "Mein Gott, wo soll das eigentlich hinführen?"... . Wenn es dann zu einem Ergebnis führt, das einen befriedigt, ist es gut. Falls nicht, na ja ... .
Schöne Grüße
Falk

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