Aus groß mach schön: Formfindung einer Solnhofener Platte mit einem Fisch der Gattung Caturus

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Aus groß mach schön: Formfindung einer Solnhofener Platte mit einem Fisch der Gattung Caturus

Beitrag von Sönke » Mittwoch 30. Juni 2021, 16:40

Zum Bericht:
Aus groß mach schön: Formfindung einer Solnhofener Platte mit einem Fisch der Gattung Caturus

Vorschau:
Es gibt viele Wege Fossilien auf Gesteinsmatrix in Szene zu setzen, doch führen nicht alle nach Rom. Im Einzelfall kann man sich trefflich darüber streiten, welche die beste Gestaltungsoption ist - ein Stück weit ist dies auch Geschmackssache, zu einem gewissen Teil auch eine Platzfrage. Es gibt durchaus "No-Gos", ansonsten ist das Meiste der individuellen Entscheidung des Präparators (und/oder seines Auftraggebers) überlassen. Bereits bei der Bergung von Fossilien sollte man die Gestaltungsoptionen erstmalig durchspielen. Klar ist, dass man in jedem Fall alle Steine mit Fossilsubstanz bergen muss, doch manchmal reichen Bruchstellen so nah ans Fossil heran, dass zur idealen Darstellung noch Anschlusssteine geborgen werden sollten. Im vorliegenden Fall war das Fossil, ein caturider Fisch aus den Solnhofener Plattenkalken, großzügig als Spaltpaar, das jeweils aus zwei großen dünnen Platten bestand, geborgen worden. Der Präparator spielte zunächst alle Möglichkeiten der Präparation durch - von der Transferpräparation bis hin zur Bewahrung des Spaltpaars mit einem Großteil des geborgenen Umgebungsgesteins - für welche Variante er sich schlussendlich entschied und warum und wie er diese umsetzte, all das erfahren Sie im Bericht.


Hallo Udo,

danke fürs Vorstellen dieser Arbeit! Den Denkprozess der Matrixgestaltung hast Du gut beschrieben und dann die Arbeitsschritte gewohnt professionell ausgeführt. Das Ergebnis gefällt mir. Auf Abbildung 8 (unten als Vorschaubild ausgewählt) möchte man sich direkt zu den Platten aufs Sofa setzen. :wink:

Wie geht man bei den Solnhofener Plattenkalken typischerweise vor, um das Gestein zu brechen: Einen nicht zu kräftigen Druckluftstichel (etwa HW-70?) im 90° Winkel ansetzen und die auf der Rückseite der Platte angezeichnete Linie vorsichtig und gleichmäßig abfahren? Bricht es dann passend?
Ich habe da bei Muschelkalkplatten (ohne Mergelfugen) recht gute Erfahrungen gesammelt und diese in Heft 29 - Der Steinkern im Artikel "Praxistipp: Gezieltes Formatieren von Gestein mittels Druckluftstichel" kurz beschrieben. Beim Plattenkalk dürfte das Vielfach noch schneller gehen auf diese Weise, oder?

Schöne Grüße
Sönke

P.S.: An alle: Gern dürft Ihr den Bericht an dieser Stelle kommentieren oder Fragen an den Verfasser stellen.
Dateianhänge
Abb8.JPG
Abb. 8 aus dem Bericht. Foto: Udo Resch
Abb8.JPG (55.93 KiB) 325 mal betrachtet

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