Fossil des Monats Dezember 2009

Wir wählen jeden Monat das Fossil des Monats. Hier findet ihr die Kandidaten und Abstimmungen. Natürlich kann jeder selbst Fossilien zur Wahl stellen und an den Umfragen teilnehmen. Die Gewinner findet ihr in unserer Galerie auf Steinkern.de.

Moderatoren: Sönke, Miroe

Welches Fossil soll Fossil des Monats Dezember 2009 werden?

Umfrage endete am Samstag 16. Januar 2010, 01:33

wasserfloh: Handstück mit Brachiopoden Ismenia pectunculoides und Auster Arctostrea gregarea aus dem Obermalm bei Beiningen
8
6%
alfred: Schlangenstern Ophiopetra lithographica aus dem ostbayerischen Plattenkalk von Hienheim, Malm Zeta 3
12
10%
kautz80: Krabbe im Dan-Feuerstein aus der Nähe der Hansestadt Wismar
9
7%
manuel: Handstück mit Belemnit, Brachiopoden und Seelilienresten aus dem unteren Pliensbachium bei Nieheim
1
1%
marmoreum: Seeigel Conoclypus conoideus aus dem Eozän (Lutet) vom südbairischen Alpenrand/ Chiemgau
3
2%
grenzton: Seeigel Micraster coranguinum aus der Oberkreide, Oberturon von Dortmund
9
7%
Sönke: Handstück mit vielerlei Fossilien aus dem mittleren Bajocium (humphresianum-Zone) von Évrecy (Normandie)
41
33%
Pysaura: Vier Ammoniten der Gattung Aegocrioceras in einer Knolle aus der Unterkreide von Resse
11
9%
Karsten: Ammonit Asteroceras obtusum aus dem Sinemurium vom Strand von Charmouth, England
12
10%
Freakshow: Trilobitenhandstück mit einem Schutelliden aus dem Devon von Jbel Issimour in Marokko
18
15%
 
Abstimmungen insgesamt: 124

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Miroe
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Fossil des Monats Dezember 2009

Beitrag von Miroe » Dienstag 1. Dezember 2009, 04:59

Servus beisammen,

die Abstimmung zum Fossil des Monats Dezember 2009 läuft. Laufzeit 15 Tage ab jetzt, 01.01.2010, 1.35 Uhr.

Bitte beteiligt Euch recht zahlreich an der Abstimmung!

Beste Grüße
Michael
Zuletzt geändert von Miroe am Samstag 16. Januar 2010, 11:53, insgesamt 4-mal geändert.

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wasserfloh
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Beitrag von wasserfloh » Mittwoch 2. Dezember 2009, 21:04

Servus zusammen,

ich beteilige mich erstmals am FDM-Wettbewerb und möchte Euch eine kleine Stufe (61 mm) vorstellen. Das Fundstück konnte ich im Mai 2009 in der Korallenfazies der Zementmergel-Formation (ki5) im Riffschutt auf einem Acker nahe Beiningen/Lks. Alb-Donau-Kreis auflesen. Das Handstück ist mit einem Brachiopoden Ismenia pectunculoides SCHLOTHEIM (11 mm) besetzt, der mit einer Auster Arctostrea gregarea SOWERBY vergesellschaftet ist.

Fertigpräpariert habe ich das Handstück im November 2009. Es stammt aus einem faustgroßen Riffschuttstück. Den Riffschutt, aus dem solche Handstücke freigelegt werden, bereits vor der Präparation zu fotografieren, ist leider nur schwer möglich, da bei solchen Stücken meist erst nach der Ätz-Präparation der fossile Inhalt erkennbar ist. Man könnte also höchstens auf Verdacht fotografieren, was sich aber bei der großen Menge der Fehlversuche meistens erübrigt.

Das Riffschuttstück wurde über drei Tage hinweg in verdünnte Essigsäure eingelegt und regelmäßig auf den Ätzfortschritt hin kontrolliert. Das Kunststück dabei war, genauso lange zu ätzen, dass der Brachiopode gerade noch mit dem kalkigen Hartgrund verbunden blieb. Kleine kalkige Restkrusten wurden mit einem Zahnarztfräser beseitigt. Durch die gezackten Kommissuren am Stirnrand der einen Spalt weit geöffneten Brachiopodenschalen lässt sich ein Blick in das Innere werfen. Das kalkige Gestein zwischen den verkieselten Schalen wurde beim Ätzen herausgelöst. Bei den weißen Krusten auf der Brachiopodenschale handelt es sich um Silifikationsringe.

Ich hoffe, dass Euch mein erster FDM-Beitrag gefällt!

Beste Grüße

Michael
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ismenia_pectunculoides_4.jpg
Bruchstück einer Auster Arctostrea gregarea, rechts unten das Fragment einer Thecosmilia-Koralle
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ismenia_pectunculoides_3.jpg
Blick durch die gezackten Kommissuren am Stirnrand der Brachiopodenschalen
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Ismenia pectunculoides
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ismenia_pectunculoides_1.jpg
Ismenia pectunculoides (11 mm) auf Korallenriffschuttstück (61 mm)
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alfred
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Ophiopetra lithographica

Beitrag von alfred » Sonntag 6. Dezember 2009, 12:41

Hallo Sammlerkollegen

Ich möchte euch hier ein besonders schönes Exemplar des Schlangensterns Ophiopetra lithographica aus dem ostbayerischen Plattenkalk von Hienheim, Malm Zeta 3, vorstellen.
Gefunden wurde das Stück schon 1996, auf einem Horizont der heute nicht mehr existiert.
Ich habe dieses Stück erst jetzt präpariert um es einem Sammlerfreund zu zeigen und war selber überrascht wie gut es gelungen ist.
Präpariert habe ich dieses Stück vorsichtig in mehreren schritten nur mit Wasser und einer weichen Zahnbürste.

Durchmesser der Körperscheibe = 8mm
Armlänge = 4,5cm

Grüsse Alfred
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Ophiopetra klein.jpg
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Steinkautz
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Beitrag von Steinkautz » Mittwoch 16. Dezember 2009, 14:11

Hallo,

heute möchte ich mich auch einmal am Fossil des Monats beteiligen.

Ins Rennen schicke ich eine Krabbe in Dan-Feuerstein, die für Feuerstein-Decapoden eine herausragende Erhaltung aufweist. Der Carapax ist in allen Details erhalten, ein Arm wurde von Lybyman hervorragend aus dem äußerst harten Material herausgearbeitet. Es handelt sich somit um eine Kooperation von Lybyman und mir, er die Präp., ich Finder und Eigentümer/Besitzer.

Eine definitive Bestimmung des Stücks steht noch aus, wird aber in naher Zukunft erfolgen im Rahmen des Buches unseres Steinkern-Mitglieds Tassadia.

Breite Carapax: 38 mm
Fundort: Lesesteinhaufen auf einem Feld bei Moidentin in der Nähe der Hansestadt Wismar
Gefunden im Jahr 2008, Geschiebefund

Beste Grüße

René
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manuel
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Beitrag von manuel » Samstag 19. Dezember 2009, 21:09

Hallo Steinkerne,

ich möchte diesen Monat am Wettbewerb teilnehmen.

Diesmal mit einer kleinen Grabgemeinschaft. Gefunden Anfang des Jahres bei Nieheim, Kreis Höxter, NRW. Sie stammt aus dem Unteren Pliensbachium.
Ursprünglich befand sich der Belemnit in einer größeren Tonsteinscholle, die ich etwas formatierte.

Das doch etwas unansehnliche Fundstück legte ich für eine ganze Weile in die Ecke. Erst jetzt kam ich dazu das Fundstück zu präparieren.
Bei drei bar mit Eisenpulver ließ sich der Belemnit aus der Matrix befreien. Dabei kam ein Sternförmiges Seelilien- Stielglied und Cirrenreste zum Vorschein. Ein unscheinbarer Knubbel auf der rechten Seite entpuppte sich als Brachiopode.
Zu guter Letzt rundete ich die Ecke mit Schleifpulver ab, und strahlte noch einmal zum letzten Schliff herüber. Dabei fiel mir eine glatte goldene Pyrit stelle auf. Dieser Pyrit knubbel stellte sich zur "Krönung" als kleiner Ammonit heraus.

Hatte im Fundzustand nicht so eine tolle Fossi- Stufe erwartet.

Gesamtlänge der Stufe: 6,7cm.
Belemnit: Hastites clavatus (Stahl), 3,5 cm.
Brachiopode: Lobothyris puncata (Sowerby), 1,9 cm
Ammonit: 0,3 cm
Stielglied: 0,3 cm.

Viele Grüße
Manuel
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marmoreum
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dicker Seeigel

Beitrag von marmoreum » Dienstag 22. Dezember 2009, 17:39

Liebe Leute,
als ich am achten November zur Exkursion aufbrach, hatte ich viel vor. Ein gesonderter Bericht folgt.
Dass ausgerechnet dieser große Seeigel bei der Grabung ans Tageslicht kam, hat mich doch überrascht. In dem weichen Gestein sind sie selten und wenn mal einer hergeht, oft völlig verdrückt und taugen nicht als Schauobjekt. Dieser hat alles gut überstanden, auch die Gebirgsbildung.
Besonders bemerkenswert ist die ausgezeichnete Erhaltung der Madreporenplatte.
Art: Conoclypus conoideus LESKE
Alter: Eozän (Lutet)
Größe: 80 mm Durchmesser
Formation: Adelholzener Schichten (Tonmergel mit massenhaft Assilinen)
Fundort: Südbairischer Alpenrand/ Chiemgau
Präparation: Zahnbürste und Wasser (ich weiß, man könnte noch mehr machen).

marmoreum
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grenzton
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Beitrag von grenzton » Mittwoch 23. Dezember 2009, 00:40

Hallo.

Na dann will ich doch endlich auch mal wieder was ins Rennen geben.

Hierbei handelt es sich um einen Micraster coranguinum aus dem Oberturon von Dortmund.
Die Corona (ca 6,5cm) ist zwar verdrückt, aber gerade deshalb ist sie für mich besonders attraktiv.
Das erste Bild zeigt ihn in gereinigtem Fundzustand, die anschließende Präparation erfolgte mittels strahlen und leichtem einlassen in Steinversiegelung.
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Ich möchte schlafend sterben wie mein Großvater und nicht schreiend wie sein Beifahrer!

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Sönke
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Beitrag von Sönke » Samstag 26. Dezember 2009, 17:30

Hallo Sammlerfreunde,

über die Weihnachtsfeiertage hatte ich etwas Zeit den letzten Feinschliff an einer Stufe aus dem Mittleren Bajocium (humphresianum-Zone) von Évrecy (Normandie) zu tätigen. Der Fund glückte mir bei meinem diesjährigen Calvadosurlaub Ende September.
Vor der Präparation waren nur wenige Fossilien erkennbar (vor allem der Nautilus, aber - soweit ich mich erinnere - auch die Brachiopoden und ein Chondroceras). Als ich bei der Präparation unverhofft auf ein zweites (perfekt erhaltenes!) Chondroceras stieß, entschied ich mich dazu, den Brocken auf den erkennbar fossilhältigen Teil zu zerkleinern. Dabei tauchten (wie insgeheim erhofft) noch weitere schalenerhaltene Fossilien auf, die sich meistens erhalten ließen.

Die nennenswerten stufenkonstitutiven Fossilien sind:

1x Nautilus: Cenoceras sp. (für mich das Highlight der Stufe, weil seltener als die Chondroceraten)
2x Chondroceras sp. (jeweils mit erhaltener Mündung)
1x Oppelia sp.
2x Brachiopoden mit filigranen Dornen
2x Belemnit (1x pathologisch, 1x mit Serpelbewuchs)
3x Muschel (2x Trigonia, 1x Grammatodon)

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich keinerlei Restaurationen vorgenommen habe. Die Präparation erfolgte mittels Druckluftstichel, Schaben von Hand und Sandstrahltechnik. Die Belemniten sind ein bzw. zwei Mal gebrochen gewesen und wurden wieder angeklebt, was auch für das eine Chondroceras gilt. Nach Fertigstellung der Präparationsarbeiten wurden die Fossilien mit Rember Steinpflegemittel behandelt.

Das Ergebnis ist eine meiner bis jetzt abwechslungsreichen Stufen und mein bis jetzt schönstes Stück, welches ich außerhalb Deutschlands gefunden habe. :D

Die maximale Breite der Stufe beträgt zirka 12,5 cm. Der Nautilus (Cenoceras) misst rund 5 cm, das größere Chondroceras rund 3,5 cm.

Viele Grüße
Sönke
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Beitrag von Pysaura » Montag 28. Dezember 2009, 15:11

Hallo
Diesmal habe ich eine größere Tonknolle aus der Unterkreide von Resse dabei.Auf der ca.45 cm X 40 cm großen Knolle haben sich vier Aegocrioceraten gezeigt.
Gefunden im Sommer 2009 und jetzt fertig geworden.Die Präparation hat doch schon etwas länger gedauert.
Die Stufe wurde geklebt,gestichelt,gestrahlt,die Flächen mit Schleifpapier geglättet und die Ammoniten mit Rember eingelassen.
Schicht 88

mfg Jens
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Durchmesser 7 cm,5 cm und 9 cm
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Aegocrioceras.jpg
auch hier laufen die Calcitadern mitten durch den Ammoniten,Durchmesser 7 cm
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Knolle.jpg
45 cm X 40 cm
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Drei Ammoniten waren im Querbruch zu erkennen.Allerdings waren die Calcitadern so breit das sich sogar Kristalle bilden konnten.
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Karsten
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Beitrag von Karsten » Donnerstag 31. Dezember 2009, 10:44

Auch ich hab mal wieder nen Kringel aus England, den ich ins Rennen schicken möchte.

Einigen ist das Stück als unpräpariertes Beispiel aus unserer Ausstellung auf den Westdeutschen Mineralientagen in Dortmund Ende November in Erinnerung. Es handelt sich um einen ca. 13 cm Durchmesser messenden Asteroceras obtusum aus dem Sinemurium. Gefunden hat ihn Brandon Lennon am Strand von Charmouth. Die Oberfläche des Ammoniten wurde nach dem Freilegen geschliffen und poliert, wobei die noch verbliebenen Schalenreste erhalten blieben (Bereich der Mündung). Die Präparation nahm ca. 13 Stunden in Anspruch. Es handelt sich um den am besten erhaltenen Asteroceras, den ich je aus Charmouth präpariert habe, und das sind wohl schon so um die 60 oder 70 Stück. Slg: K. Genzel
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Asteroceras im Durchlicht
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fertige Vorderseite
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fertige Rückseite
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Upräparierter Flatstone, der kiel des asteroceras schaut heraus
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Grüße aus Kirchhellen,
Karsten

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Freakshow
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Beitrag von Freakshow » Donnerstag 31. Dezember 2009, 19:55

Ich möchte an diesem Wettbewerb auf dem letzten Drücker mit diesem Scutelliden aus Marokko teilnehmen. Es stammt vom Jbel Issimour in Marokko. Stratigraphisch gehört es in das Devon.
Erhalten habe ich den Stein am vergangenen Sonntag von einem Freund, fertiggestellt wurde es heute 31.12.2009 auf den letzten Metern des Jahres.

Diese Form der granulierten Scutelliden ist sehr selten. Noch seltener sind sie in gestreckter Lage und mit erhaltenen Spindelstacheln.
Viel Vedrgnügen!

Verwendetes Werkzeug:
diverse Druckluftmeißel und Nadeln, kein Sandstrahler

Grösse: 5,5cm
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Zuletzt geändert von Freakshow am Freitag 1. Januar 2010, 19:31, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Miroe » Freitag 1. Januar 2010, 01:36

Die Abstimmung läuft!

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Beitrag von Sönke » Dienstag 12. Januar 2010, 14:19

Miroe hat geschrieben:Die Abstimmung läuft!
... nur noch für kurze Zeit!

Also, nix wie los und abstimmen, wenn ihr es noch nicht getan habt! :wink:

Gruß
Sönke

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Beitrag von Karsten » Samstag 16. Januar 2010, 16:46

Sönke,
herzlichen Glückwunsch, endlich haben mal wieder Kringel gewonnen!

Aber ich tue mein Bestes, dass das im Januar auch so wird, bin bald fertig :wink:
Grüße aus Kirchhellen,
Karsten

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Beitrag von Freakshow » Samstag 16. Januar 2010, 17:18

In der Tat!!! eine ausgesprochen schöne Stufe hat gewonnen. Gratulation von meiner Seite zum Gewinn des Wettbewerbes und zu der tollen Stufe!

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