Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präparat..

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Klapperstein
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Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präparat..

Beitrag von Klapperstein » Freitag 31. März 2017, 14:04

Hallo Stefan Breier,

ich möchte mich an dieser Stelle für den tollen Bericht auf der Homepage (http://steinkern.de/praeparation-und-be ... sraum.html) bedanken! Ich teile deine Gedanken beim Fossiliensuchen völlig, ich kann bei keiner Tätigkeit besser abschalten als beim Suchen.

Auch das Timing deines Beitrags hätte besser nicht sein können, denn wir (mir, Manni.m.M. und ich) planen ebenfalls einen Präparationsraum in meinem Garten einzurichten. Dazu haben wir letztes Jahr einen Schuppen erneuert, welcher zukünftig den Kompressor beherbergen wird. Den eigentlichen Präparationsraum bauen wir derzeitig in einem Bauwagen, sodass auch wir eine räumliche Trennung zwischen Kompressor und Aufenthaltsraum haben. Nach der Umsetzung unserer Ideen werden wir hier ein paar Bilder zeigen.

Viele Grüße,
Stefan
Wer suchet, der findet!

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mir
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von mir » Freitag 31. März 2017, 14:45

Hallo Stefan Breier,

dem von Klapperstein Geschriebenen kann ich mich nur anschließen. Ich kann mir gut vorstellen, welch eine Freude es Dir bereitet hat, endlich das Ergniss sehen und auch ausprobieren zu können. Ein großen Dankeschön an dich für die sehr gute Dokumentation. In deinem Fall hast Du uns mit ein paar Dingen inspiriert. Ich stimme Klapperstein zu: wir werden unsere Arbeit dokumentieren und ebenfalls euch vorstellen, sobald wir unser Ziel erreicht haben.

Dir noch viel Spaß in deiner neuen und gemütlichen Präp-Werkstatt.

Viele Grüße,

Mirco

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oligo
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von oligo » Freitag 31. März 2017, 18:34

Toller Bericht. Und super professionelle Werkstatt. Nur eins versteh ich nicht. Wofür braucht man eine Stichelkabine? LG Jens

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stefan78
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von stefan78 » Freitag 31. März 2017, 18:58

oligo hat geschrieben: Wofür braucht man eine Stichelkabine?
Hallo Jens,

falls das ernst gemeinte Frage ist, kannst Du hier: Link

mal nachlesen ;)

Der Bericht bezw. der Präparationsraum setzt Maßstäbe, so man es denn einmal in die eigenen 4 Wände geschafft hat. Toll!

Grüße,
Stefan.

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oligo
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von oligo » Freitag 31. März 2017, 21:38

Hallo Stefan
Die Frage ist ernst gemeint. Ich präpariere seit 20 Jahren ohne Stichelkabine und hab sowas selbst bei Berufspräparatoren noch nicht gesehen. Geht es da lediglich darum das der Dreck nicht so weit weg fliegt?

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stefan78
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von stefan78 » Freitag 31. März 2017, 21:45

Hallo Jens,

der Dreck ist vermutlich für viele der wichtigste Aspekt; die Stichelkabine dämpft aber auch den Schall, so daß zum Beispiel ich mit Kabine überhaupt erst zuhause sticheln kann, und nicht umständlich "extern" ausweichen muß.

Grüße,
Stefan.

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oligo
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von oligo » Freitag 31. März 2017, 21:51

Hallo Stefan
Ah OK. Hätte ich jetzt nicht gedacht weil meine Stichel eigentlich nicht sehr laut sind. Im Gegensatz zu meinem Kompressor.
LG Jens

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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von stefan78 » Freitag 31. März 2017, 21:58

Hallo Jens,

der Kompressor muß natürlich auch auf ein Mietshaus zugeschnitten sein :) Insgesamt würde ich 66 dB, die mein Stichel produziert, meinen Nachbarn nicht dauerhaft zumuten wollen. Mit der Kabine sind es 53 dB, hatte ich unter obigem Link beschrieben.

Grüße.
Stefan.
Zuletzt geändert von stefan78 am Freitag 31. März 2017, 22:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von Sönke » Freitag 31. März 2017, 22:02

Hallo zusammen,

@Stefan (B.): Auch an dieser Stelle noch einmal vielen Dank für das Beisteuern dieses Berichts, der interessante Anregungen liefert! :D

Es wäre schön, wenn andere sich ein Beispiel nehmen und ihre Lösungen ebenfalls vorstellen. Es zeichnet sich ja schon ab, dass Mirco und Stefan (Klapperstein) dies tun wollen. Ich bin gespannt, ein Bericht ist jederzeit willkommen! :)

@Jens: Es geht keineswegs beim Einsatz von Stichelkabinen nur um die Lärmdämmung, sondern auch darum, dass man

1) einen in Form einer Kabine ausgestattete Stichelplatz gut absaugen kann,

2) grober Dreck sich nur in der Kabine verteilt,

3) und Splitter von der Scheibe abgefangen werden.

Gerade für grobe Präparationen (Vorpräparation) ist eine Stichelkabine für mich unentbehrlich geworden. Ich habe z. B. heute mehrere Kilogramm Gestein weggestichelt. Die Staubentwicklung dabei ist durchaus erheblich.

Feinstarbeit mit dem Stichel mache ich aber auch ohne Kabine, was ggf. auch eher den Einsatz eines Binokulars ermöglicht (das wiederum auch die Augen schützt). Hier fällt dann einfach mengenmäßig deutlich weniger Staub an. Aber für gröbere und mittlere Arbeiten möchte ich die Kabine nicht missen.

Viele Grüße
Sönke

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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von stefan78 » Freitag 31. März 2017, 22:09

Hallo Sönke,

mit welchem Stichel schaffst Du diese Abtragsleistung? Nimmst Du dazu einen Schriftmeißel?

Grüße,
Stefan.

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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von oligo » Freitag 31. März 2017, 22:29

Hallo Sönke
AH OK. Für mich käme sowas nicht in Frage. Ich denke man ist durch die Kabine in seiner Bewegungsfreiheit eingeschrenkt. Man muß die zu bearbeiteten Stücke oft drehen und den Stichel in verschiedenen Winkeln ansetzen. LG Jens

Stefan B.
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von Stefan B. » Freitag 31. März 2017, 22:53

Hallo zusammen und vielen Dank für das positive Feedback.

Das mit dem Bauwagen klingt nach einer spannenden Idee. Da bin ich mal auf die Bilder gespannt.

Zu der Kabine:
In der Tat ist es so wie Sönke es beschrieben hat. Wenn ich viel Material abtragen möchte, nutze ich die Kabine. Die feinen Arbeiten werden dann unter´m Bino gemacht. Ich bin froh, dass ich sie habe. Andernfalls würde der Abtrag überall hin fliegen. Was dann dazu führt, dass ich ständig sauber machen muss. Und das mach ich nicht so gern ;)
Im Übrigen wäre da auch noch Verbesserungsbedarf. Ich habe nämlich versäumt, die Kabine mit einen Anschluss für die Absaugung zu versehen. Im Grunde ließe sich das relativ einfach bewerkstelligen: einfach einen entsprechenden Plexiglas-Zylinder im hinteren Bereich der Kabine einlassen. Den Kreisausschnitt könnte man gleich beim Zuschnitt der Teile reinschneiden lassen.

Grüße aus Nordhessen
Stefan

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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von Sönke » Freitag 31. März 2017, 23:39

Hallo zusammen,
oligo hat geschrieben:AH OK. Für mich käme sowas nicht in Frage. Ich denke man ist durch die Kabine in seiner Bewegungsfreiheit eingeschrenkt. Man muß die zu bearbeiteten Stücke oft drehen und den Stichel in verschiedenen Winkeln ansetzen.
@Jens: Wenn die Kabine gut "zugeschnitten" ist, lässt sich darin gut arbeiten. Allerdings ist der Abstand Auge-Fossil automatisch recht groß, da man den Stichel möglichst beliebig innerhalb der Kabine anwinkeln können sollte. Hier stoße ich allerdings auch an Grenzen, wenn ich Fossilien habe, die auf einer massiven Matrix sitzen. Hierfür ist meine Stichelkabine etwas zu gering dimensioniert.

Meiner Meinung nach ist es empfehlenswert auch die Stichelkabine abzusaugen. Allerdings habe ich schon ein paar Mal vergessen die Absaugung danach dann wieder auf die Strahlkabine umzustellen, was man allerdings recht zügig bemerkt. :roll:
stefan78 hat geschrieben: [...] mit welchem Stichel schaffst Du diese Abtragsleistung? Nimmst Du dazu einen Schriftmeißel?[...]
@Stefan:

Bei Arbeiten mit dem HW-65 fallen solche Gesteinsvolumen bei mir schnell an. Dieses Jahr habe ich schon wieder mehrere Schutteimer gefüllt.

Es lassen sich innerhalb von einigen Minuten mitunter Teile von hundert Gramm weg formatieren (gezieltes Rinnen sticheln bzw. allseitiges Isolieren von kleinen "Gesteinswürfeln", um diese als Ganzes abzusprengen). Die einzelnen abgesprengten Teile wiegen auch pro Stück einige Gramm, wenn man weichere Kalksteine bearbeitet. Da kommt schon einiges zusammen.
Ich rede da wohl gemerkt von Arbeiten, die nicht direkt am Fossil stattfinden, sondern wo wirklich erst einmal Matrix entfernt werden muss: Kalkbänke, Konkretionen usw, wo z. B. mittig ein Fossil drin liegt, das aus einem Querbruch oder vom Rand bekannt ist und an das man sich dann zügig heranarbeitet.

Noch deutlich mehr Abtragsleistung soll der neue HW-90 bringen, den ich aber noch nicht getestet habe. Der dürfte vor allem fürs Matrix formatieren und die Arbeiten an großen Stufen interessant sein.

Viele Grüße
Sönke

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Thomas
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von Thomas » Samstag 1. April 2017, 07:39

Toller Bericht
Brauch nur noch einen lottogewinn und ich leg auch los....
Walli

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reinhardt
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Re: Von der Idee zur Umsetzung: Die Einrichtung eines Präpar

Beitrag von reinhardt » Samstag 1. April 2017, 09:12

Hallo Stefan,

ein sehr guter Bericht der Appetit macht und ein großes „auch haben wollen“ ausgelöst hat.

Gruss

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